Saturday, 2. January 2010
Während anfänglich - Mitte Dezember 2009 - noch alle Mieter auf den anstehenden Winterdienst angesprochen guter Dinge waren, sind inzwischen ausnahmslos alle schwer genervt von den weißen Kristallen und den erbärmlich niedrigen Temperaturen.
Damit ist auch die Motivation gewichen, Hauseingang und Bürgersteig von Schnee und Eis zu befreien. Bei manchem Mieter war jedoch noch nie solcherlei Motivation vorhanden. Begeistert nahm ich also den Vorschlag eines Mieters auf, den Winterdienst an einen Dienstleister zu vergeben.
Recht zügig hielt ich ein Angebot in - nach meinem Verständnis angemessenem Rahmen - in Händen. Bis auf die alte Dame im Haus gaben die Mieter ihr Einversändnis zur Auftragserteilung. Die alte Dame hat vom Gericht einen Rechtsanwalt als Vormung in Finanzangelegenheiten "zur Seite gestellt" bekommen und der gute Mann verweist bei nun bei jeder Entscheidungauf die Sozialbehörden der Stadt, die erst alles genehmigen müssne.
Was also tun? Wenn ich de nAuftrag zur SchneeRäumung erteile, muss ich logischerweise zahlen. Wenn vom Mieter die Zustimmung zur Erhöhung der Nebenkosten fehlt, muss er ggf. nicht zahlen. Dann bliebe ich auf den Kosten sitzen. Ich muß zugeben, ich bin leicht ratlos.
Saturday, 17. October 2009
Die 3ZKB Wohnung im OG1 links war ja gekündigt und somit neu zu vermieten.
Zeitungsannoncen in HNA und Extra Tip haben kaum Interessenten auf die freie Wohnung aufmerksam werden lassen. Obwohl beide ordentliches Geld dafür verlangen - schade. Ausserdem ist die Wirkung nur auf den Erscheinungstag und zwei Tage danach beschränkt. Der nächste Versuch wurde mit kostenlosen Online-Wohnungsmärkten gestartet. Ebay-Kleinanzeigen.de war mit einem Interessenten nach drei Wochen die wirkungsloseste Plattform. Die ergiebigste Plattform war wg-gesucht.de mit beständig mindestens einem Interessenten je Tag. Letztlich kommt der neue Mieter auch daher. Eine weitere ergiebige Aktion waren Vermietanzeigen auf leuchtgelbem und leuchtorangem A1 Papier gedruckt und in den Fenstern ausgehängt. Allerdings war hier auch der Anteil der Interessenten am höchsten, die sich solch eine Wohnung gar nicht leisten könnten.
Nahezu verzweifelte Wohnungssucher sind Leute mit mehreren Hunden. Auch bei uns kommen Hundehalter insbesondere wegen der transparent lackierten Massivholztreppe nicht in Frage. Zu stark würde die in Mitleidenschaft gezogen und zu heftig wäre der Ärger wenn der Vermieter erdreisten würde Schadenersatz zu fordern. Das Risiko von Hundegebell, das andere Mieter verständlicherweise zu Mietminderungen berechtigen würde sowie ein erhöhtes Verschmutzungsrisiko für die häuslichen Grünflächen waren auch nicht von de Hand zu weisen.
Wednesday, 30. September 2009
Ab 1.10.2009 gilt die neue Energie Einspar Verordnung - kurz EnEV.
Nachdem wir bereits 2007 mit der schwachsinnigen aber teueren Pflicht zum Gebäude-Energie-Ausweis beglückt oder besser gesagt vergewaltigt wurden, folgt jetzt die nächste Stufe des Schwachsinns. Die Grenzwerte für Neubauten und Bestandsgebäude werden drastisch erhöht. Die nächste Stufe kommt in 2012 unds dann sind quasi nur noch Passivhäuser erlaubt.
Was passiert hier im Detail?
Die Industrie flüstert der Regierung neue Machbarkeitswerte. Die werden als gesetzliche Forderung niedergeschrieben und sind von den Gebäude-Eigentümern zu erfüllen. Wie das geschehen soll bleibt offen. Die Lösung bietet die flüsternde Baustoff-Industrie: Unglaubliche Volumina teurer Dämmstoffe sollen hergestellt, abgesetzt und verbaut werden.
Bis hierhin sind nun alle glücklich:
- die Politiker können mit stolzgeschwellter Brust behaupten etwas für die Umwelt getan zu haben
- Die Industrie erfüllt alle Anforderungen der neuen Gesetze (ungeachtet der z.B. gesundheitlichen Interessen der Bürger)
- Die Transportindustrie kann den neuen Materialstrom durchs Land bewegen
- Die Baustoffhändler steigern ihre Absätze
- Die Handwerker bilden sich fort und montieren blindlings jeden Baustoff-Mist
Einzig in die Röhre schaut der Gebäudebsitzer, denn er muss den ganzen Schwachsinn bezahlen! Und damit er cich nicht einfach von diesem Lobby-geführten Dämm-Wahnsinn abkoppeln kann, führt man als Druckmittel den Gebäude-Energiepass ein.
Die neuen Forderungen sind so hoch, daß sich die staatlich erpresste Energie-Sanierung bei Bestandsgebäuden eigentlich nicht wirklich realisieren lässt. Zumeist wäre es wirtschaftlich besser ein Gebäude abzureissen, als mit dubiosen Mitteln für Unsummen daran herumzudoktern. Das wagt der Staat noch nicht ganz offen, denn das wäre eine Art der Enteignung, die man leicht sehen könnte.
Der EnEV-Wahnsinn ist genau das, jedoch etwas aufgehübscht und mit Umweltschutz-Deckmäntelchen. Wer die Forderungen gestzestreu erfüllen will, muss sich in Höhe nahezu des gebäudewertes verschulden. Dabei hilft dann die KfW mit günstigen Krediten und teilweise Förderbetragen.
Die lieben Handwerker kennen natürlich die Förderbeträge und hauen selbige bei den Kosten gleich nochmal drauf - schlisslich kriegt der Auftraggeber das Geld ja geschenkt und dann kann man es sich doch auch einfach nehmen, schädigt ja niemanden.
Fazit am Ende der Energie-Spar-Runde: Alle haben ordentlich Kohlen und Reibach gemacht, nur der Gebäude-Eigentümer wird tiefer in die Schuldenfalle getrieben und von einer zusätzlichen Schuldenlast erdrückt. Bis zu 11% der Kosten kann er auf die Jahresmiete draufschlagen. Sofern er die Kosten exakt und rechtssicher nachweisen kann und der Mieter ihm freundlicherweise zur Erhöhung zustimmt.
Tuesday, 24. February 2009
Freundliche Übernahme
oder
Vom Hausmeister zum Eigentümer
Nun ist es also juristisch eindeutig:
Ich bin Hauseigentümer! Was ich einst mal behausmeistern durfte, gehört jetzt mir.
Lang, sehr lang musste ich mich in finanzieller Hinsicht dafür machen. Nun ist es geschafft - im Gegenzug sind meine Schulden schier astronomisch.
Doch genug des Selbstmitleides - Entscheidungen sind erforderlich. Ein Renovierungskonzept muss her und zwar schnell!
Tuesday, 9. December 2008
Anlass war ein Angebot des Praktiker Baumarkts. Da die OG2Re Wohnung gerade renoviert werden soll, kommen alle Tapeten bis auf den Putz runter, Heizungsrohre werden neu verlegt, Heizkörper neu angebaut,
eine neue Gastherme eingebaut usw. Da macht es dann auch Sinn, die alten, zwar liebgewonnnen, aber kaum noch bei vertretbarem Aufwand in Stand zu haltenden Holzfenster raszuhauen. Die sind zwar mit Isolierglas ausgestattet, aber die Wetterschenkel haben vor einigen Jahren wohl mal zu viel Feuchtigkeit abbekommen. Da hilft nichts mehr. Dazu dann die 25% auf Fenster Aktion in diesem mir eigentlich am meisten von allen verhassten Baumarkt. Aber um finanzielle Argumente kommt man ja meist nicht herum. Also alle Fenster ausgemessen und ab in den Baumarkt. Nach langer Wartezeit und ertsaunlich guter und sachverständiger Bedienung geht es erstmal mit einem Prospekt wieder heim. Bei der Analy
Monday, 8. December 2008
Diverse Mietinteressenten haben sich in den letzten zwei Monaten die Wohnung OG2Re angesehen. Als wesentliche Nachteile stellten sich dabei die Gas-Aussenwandöfen in jedem Zimemr und die alten Türen heraus. Die Haller.Meurer Öfen sind zwar top gewartet und technisch sowie abgas-mässig komplett in Ordnung, aber sie sehen halt etwas alt aus. Das weckt bei den Mietinteressenten Unbehagen, welches dann anscheinend den Ausschlag zum Nicht-Nehmen gibt. Die Türen sind hübsche alte Kassetten.-Türen, wie man sie heute nicht mehr oder nur für sehr viel Geld bekommt, denn es sind Massivholz-Türen. Die lieben Interessenten möchten lieber modern aussehende Türen mit CPL-Oberfläche und Papp-Füllung. Warum das so ist und wo die Unterschiede sind, weiß keiner der Interessenten genau, aber es muß "nue topmodern" aussehen. Nun kann ich die Wohnung noch ewig anbieten, auf den Mieter mit Erleuchtung warten und dabei unendlich Mieteinnahmen verlieren. Oder ich kann eine neue Gas-Etagenheizung und neue CPL-Türen einbauen. Für was habe ich mich entschieden - logisch, ich habe mich dem Markt gebeugt. Die Wohnung wird von Grund auf renoviert mit neuer Heizung, neuen Türen und Kunststoff-Fenstern. Start ist sofort!
Heute habe ich schon mal im kleinsten Raum an allen Decken und Wänden die Tapete bis auf den Putz entfernt. Mussirendwann mal sein und ein Mieter macht das sowieso niemals. Ausserdem offenbart sich so doch er eine oder andere Riss im Anschluss an die Dachbalkender dan nfachgerecht abgedichtet werden kann. Das spart Heizkosten und entlastet die Finanzen des späteren Mieters und die Umwelt..
Wednesday, 26. November 2008
Der letztens erwähnte junge Mann kann sich anscheinend das Wohnen als Nachfolger in de Mädel-WG anscheinend doch leisten. Jetzt ist er jedenfalls Mieter. Eine (hoffentlich) glückliche Fügung - so schnell war noch nie neu vermietet.
Tuesday, 18. November 2008
Das neue Dachfenster in der Wohnung OG2RE ist drin. Einige "Braas Frankfurter Pfanne" Beton-Dachsteine mussten per Winkelschleifer mit Diamant-Trennscheibe neu angepasst werden, da die Fenstermasse zwar laut Prospket gleich waren, aber beim echten Tausch dann eben doch nicht und weil der alte Anschluss an den Eindeckrahmen besch... gemacht war. Damit musste dann auch innen die Laibung des Dachfensters neu gemacht werden. Viel Styropor, Bauschaum, Dichtband etc. Luftdicht nach ENEV, RAL und überhaupt eben normgerecht. Das ganze innen verputzt und an die altenWandsanschlüsse angespachtelt sieht richtig gut aus.
Friday, 14. November 2008
In der Wohnung im 2.OG, ist ein Dachfenster aus Kunststoff eingebaut - genau das gleiche wie im Dachboden als Schornsteinfeger-Ausstieg. Selbiger muss wegen Defekts wie bereits geschildert ausgetauscht werden. Da kam mir die Idee: Warum ein neues Fenster im Dachboden einbauen? Schlauer ist es doch, eines im Bad OG2RE einzubauen und den Flügel von dort anstelle des defekten im Dachboden an den Rahmen bauen. So sei es!
Also bekommt die Wohnung im OG2RE ein schickes Dachfenster mit Isolierglas, Alu-Einfassung etc.
Sunday, 2. November 2008
Nach langer Zeit mal wieder etwas berichtenswertes.
Herbstrundgang mit Check auf Winterfestigkeit in Garten, Keller, Dachboden.
Im Keller alle zugänglichen Fenster geschlossen, einen herrenlosen Kühlschrank vorgefunden (die übliche Schweinerei also),
Streusalz ist noch vorhanden, Räumgerät in brauchbarem Zustand.
Im Dachboden dann der Schock: Zwei Ziegeln sind verrutscht und Tauben haben die Löcher zum Einzug genutzt. Vier dieser Viecher saßen im Gebälk und beäugten mich argwöhnisch. Das kann noch nicht lange so sein, aber dennoch haben sie einen gut 2 Meter breiten Weg vom Einflugloch bis mit Kot gepflastert und unter einigen Balken faustgroße Haufen "gebaut". Zunächst machten die Viecher keinerlei Anstalten "ihre" Wohnung zu verlassen. Ich musste schon dicht heran und ordentlich mit einem Holzstück gegen das Gebälk schlagen bis sich die Tauben aus dem (Kot-) Staub machten.
Die Ziegeln wieder in Position gebracht und das Dachausstiegsfenster begutachtet. Selbiges wird ja nur von mir zur Inspektion des Daches ca. drei mal pro Jahr geöffnet und vom Schornsteinfeger. Der Verschlussmechanismus ist zugegebener Maßen etwas frickelig zu bedienen und seit letztem Jahr ist er an einer Seite abgebrochen. Ich war das nicht. Nun ist die Polycarbonat-Scheibe durchgerissen - ich war es nicht. Das kann beim Öffnen leichtz passieren, wenn man die Luke einfach auf die Ziegeln knallen lässt und nicht festhält. Der Schornsteinfeger weiß natürlich von nichts ... und er hätte es bestimmt von seinen Gesellen erfahren, wenn die eventuell... Na den Dummen bei dieser Geschichte kennen wir doch auch schon oder?
Was gibt es sonst noch? Ach ja, die Zwei-Mädels-WG im Hause geht in die Brüche, da die eine immer häufiger ihren Freund zu Besuch hat und die andere es nicht als sooo heimisch empfindet, wenn sie ständig einem fremden Mann in Bad und Küche begegnet. Der fremde Mann möchte auch gleich als Nachmieter in die WG, es scheint jedoch als könne er die Sache nicht wirklich finanzieren - I'll keep you posted
Sunday, 24. February 2008
Tiere im Bett !- lautete die beinahe panische Miteilung einer älteren Mieterin.Tausende von kleinen Tieren will sie geshen und gejagt haben. Sogar eingefangen wurden vier Exemplare. Sowas kann zu einer gefährlichen Sache werden und so ist bei vermutlichem Schädlingsbefall schnelles Handeln von Nöten. Gleich am nächsten Tag also habe ich einen Termin zur Ansicht der Schädlinge vereinbart. Wenig spektakulär war das, was ich in einem Konfitüreglas und einem Plastikbecher gezeigt bekam: Die rotbraune Hülle eines Vogelfutter-Korn (Spelze) und zwei kleine Wollkätzchen in schwarz. Jeweils so an die 3 mm Durchmesser. Zum Zeitpunkt des Einfangens haben alle vier (!?) Exemplare gelebt und sind vor der der Jägerin geflüchtet.
Aus dem Vogelfutter des Wellensittichs der Mieterin lege ich einige Körner neben das vermeintliche Untier - es ist kein Unterschied zu erkennen.
Im Vorfeld hatte die Mieterin von Juckreiz 'diesen Winter wieder', besonders nach dem Baden und hauptsächlich in den Kniekehlen und am Ellbogen geklagt. Für sie war klar, daß es sich um einen Tierbefall aus ihrem Bett handeln musste. Ein Bekannter der Dame, der gelegentlich ein Mittagsschläfchen in ihrem Bett tätigte, konnte das nicht bestätigen. Auch Abrücken des Bettes und Absuchen aller Ritzen, Fussleiste, Teppich etc. brachte vor einigenWochen keine Erkenntnisse. Darum hatte ich die Mieterin gebeten, mit den Bisswunden beim Hautarzt zwecks Klassifizierung vorstellig zu werden. Wie sie jetzt berichtete, war sie dort gewesen, der Arzt sei jedoch ein Stümper, denn er hätte behauptet, sie habe trockene Haut und er habe ihr eine Fettcreme verordnet. Die habe sie zwar in der Apotheke geholt, aber sie nähme sie nicht, die könne sich der Art sonst wohin schmieren. Sowas - sie und trockene Haut, das habe sie ihr ganzes Leben noch nie gehabt. Und Schuld seien ja die Tiere...
Lautstark verkündet die Mieterin, daß es so mit den Tieren in ihrem Bett nicht weiterginge. Zunächst hatte ich dann vorgeschlagen, die 'Tiere' zwecks Erkennungsdienstlicher Behandlung zum Gesundheitsamt Kassel zu bringen. Da die Mieterin mir in dieser Sache aber anscheinend nicht vertraute, legte ich ihr nahe, dies selbst zu tun und meine Kontaktdaten beim Gesundheitsamt anzugeben, falls tatsächlich ein Befall festgestellt würde und schnelles Handeln von Nöten sei.
Nichts habe ich seitdem in dieser Angelegenheit gehört. Auf telefonische Nachfrage erläuterte mir die Mieterin heute, die Herren beim Gesundheitsamt seien unverschämt gewesen, die hätten sich die mitgebrachten Tiere nur ganz kurz angesehen und die Dame dann unter Gelächter zum Verlassen der Räume aufgefordert. Das seien ja anscheinend Idioten...
Wednesday, 7. November 2007
Ob ich denn die Wohnung auch an zwei junge Damen vermieten würde fragte mich der Vater einer der beiden Damen damals. Die Antwort war "Ja, warum denn nicht!?"
Heute weiß ich warum NICHT!
Zum ersten wird sich nicht an die Hausordnung gehalten - Treppe putzen und Schnee räumen müssen nur die anderen, im Zweifelsfall waren die Damen dann gerade nicht da oder im Urlaub oder oder oder.. Das stört
den Hausfrieden, weil es nun keiner mehr für nötig hält, sich an irgendetwas zu halten, oder dies zumindest androht.
Zum zweiten wird in der mit Lehmputz ausgetsatteten und komplett von Grund auf neu renovierten Gesund-Wohnung von den beiden Krankenschwestern-Schülerinnen (!) und deren Herrenbesuch geraucht, daß
man die Luft in Scheiben schneiden kann und sich andere Bewohner massiv fürchten, wenn die Damen die Wohnungstür öffnen (weil es dann auch im Treppenhaus stinkt wie in einer Kneipe) Gemäß unserer bescheidenen Mietgesetzgebung dürfen sie das, weil es ja ihre Privatsphäre ist. Der dumme ist in solchen "Rauchen in der Wohnung"-Fällen aber immer der Vermieter, denn in so einen stinkenden Saustall zieht doch kaum noch ein normaler Mensch mehr ein. Eine teure Sanierung der Raucherwohnung
steht also bei Auszug an.
Zum dritten haben die Damen jetzt die Heizung vorsätzlich - oder zumindest grob fahrlässig - zerstört. Bei einer Wohnungsbegehung mit einem Architekten zwecks Ausstellung des Energiepasses waren mir die extrem lauten Laufgeräusche der Heizung in der Küche (!) aufgefallen. Die Mieterinnen hatten das nicht bemerkt. Auch daß die Druckanzeige der Heizung im klar rot markierten Bereich, nämlich auf Null war, hatten die Damen nicht bemerkt. Ich wies auf die drohende Zerstörung der Heizung hin und wollte Wasser nachfüllen, aber man hatte jetzt gerade keine Zeit dafür. Am Überdruckventil war wohl mal vor einiger Zeit Wasser ausgetreten, das hatte dann aber irgendwann von selbst aufgehört...
Wir vereinbarten, daß ich ein neues Ventil und ein Mebranausgleichsgefäß besorge und die Damen Bescheid sagen sobald sie Zeit hätten, in jedem Falle aber vor Inbetriebnahme der Heizung.
Der geneigte Leser ahnt es bereits - die Heizung wurde von den Damen mit Wasserduck Null in Betrieb genommen und mich erreichte lediglich noch der Anruf, die Heizung sei defekt. Der dann angezeigte Fehler 'Abgassensor defekt' war - wie ich heute weiss - falsch (Danke Vaillant!). Der hinzugerufene Werkskundendienst konnte später nur noch den Defekt der Umwälzpumpe durch Trockenlaufen, Überhitzung und Wicklungsschluss feststellen. Und die beiden Dummerchen Damen sind sich keiner Schuld bewusst.
Stolz verkünden sie dem Kundendienstler noch, daß sie zum Glück die Heizung immer komplett über den
Hauptschalter (!) abschalten, wenn sie die Wohnung für Wochenenden oder Urlaub verlassen. Den Einwand des Kundendienstlers sowie den meinigen ,daß aber jetzt der Winter mit Frostgefahr vor der Tür steht, schlagen sie mit den Worten "Jaja, ist doch ganz klar. Hauptsache es passiert nix! Deswegen schalten wir immer ganz ab!" aus. Na dann lassen wir uns mal überraschen.
Kostenpunkt des Einsatzes - schlappe 300 Euronen. Da ich ein Verschulden des Mieters als Ursache sehe, werde ich die Hälfte von den Mietern einfordern. Mal sehen, was dabei herauskommt.
Jedenfalls genügen mir diese drei Gründe, niemals wieder an jemanden mit vergleichbarem Hintergrund/Erscheinungsbild zu vermieten. (Junge Frau, erste Wohnung, bißchen naiv...).
Grund vier wäre übrigens die nicht durchgeführte Mülltrennung, die zu allzeit überquellenden Mülltonnen geführt hat. Erst die Erziehung durch eine ältere Mitbewohnerin sowie eine schriftliche Abmahnung haben Abhilfe geschaffen. Vielleicht hätten die Eltern ihre Töchter ein klein wenig
auf das Leben vorbereiten sollen?
Sunday, 28. October 2007
Nach laaanger Zeit mal wieder ein Eintrag von mir. Eine knappe Statusmeldung zur Gesamtsituation muss mal her. Zu den guten Gründen, warum zwischenzeitlich nichts gebloggt wurde, gibt es HIER mehr. Nun aber der Status: - Abfallentsorgung
Ständiges sanftes Anmahnen, besorgen und Verteilen von Propagandaschriften der Stadtreiniger Kassel, Argumentieren mit evtl. erforderlichen Nebekostenerhöhungen und die Hilfe einer Mieterin (Danke Frau S.!) haben deutlich geholfen. Heute ist die Restmülltonne immer gut gefüllt, aber es ist immer noch die gleiche Größe, die vor einigen Monaten (ohne Mülltrennung) noch große Probleme bereitete. - Garten
die Gatenpflege - sprich Rasenmähe mit Elektromäher- hat im wesentlichen mein Vater erledigt - Danke! Nur ein paar Mal musste ich mit der Motorsense übermäßigem Unkrautwuchs an der Hecke und den Rasenrändern entgegentreten - Reparaturen
Die Vaillant VCW 204 Gas-Kombitherme im EG links hat mehrfach gestreikt. Ein neuer Schnellentlüfter und ein neues Überdruckventil waren die Maßnahmen, dem entgegen zu wirken. Anders im 1. OG bei den beiden jungen Damen. Zu beginn der Heizsaison verweigerte die Vaiallant VCW 204 ihren Dienst. Einbau eines externen Membranausdehnungsgfäßes und Ersatz des automatischen Entlüfters ließen das gute Stück nicht heizen. Als der Monteur vom Vaillant Werks-Service bereits fast vor der Tür stand kam die Info: Durch ein Mißverständnis wurden wohl die städtischen Werke nicht bezahlt. es könnte sein, daß die Gasversorgung daher abgeschaltet war.
Thursday, 3. May 2007
Die Energieagentur NRW hat eine sehr interessante Homepage mit durchdachten Energiespar-Tools. Besonders gefallen hat mir das "virtuelle Energiesparhaus" - hier macht Flash dann mal richtig Sinn und es gibt nicht nur die abgedroschenen Standard-Infos. Weiterhin sehr zu empfehlen ist der Online Energiespar-Check : Auf ein paar Seiten werden einige Infos zu den eigenen VErbrauchern abgefragt und man erhält eine auch optisch ansprechende Auswertung mit ergebnisabhängigen Tipps. Wirklich gut und engagiert aufgebaut - Prädikat: Unbedingt empfehlenswert für jeden Verbraucher!
Sunday, 15. April 2007
Da ich kürzlich Geburtstag hatte, wollte meine Frau mir eine Freude bereiten. Nicht ganz einfach und da sie mir nichts unsinniges schenken wollte, bat sie mich verdeckt um einen Hinweis. Ein Schreinerwinkel oder auch Anschlagwinkel käme mir gerade recht, da meine jetzigen ziemlich verschlissen sind. Das liegt hauptsächlich am stählernen Blatt und dessen Rostbefall, der mit nicht mehr lesbaren Zahlen einhergeht. Also ein nobles, gediegenes Messgerät soll es sein. Ein Massives Heft und ein Edelstahlblatt muss der Schreinerwinkel der Zukunft haben. Die Mutmassung, daß solch ein Winkel wohl nur im Werkzeugfachmarkt zu erhalten sein wird und nicht im Baumarkt um die Ecke, gab ich noch mit auf den Weg.
Zu meinem Geburtstag gab es dann Unerhörtes: Meine Frau war empfehlungsgemäß in das Werkzeugfachgeschäft "Werkzeug Löber" gegangen und hatte sich dort erdreistet nach einem "Anschlagwinkel in Edelstahl" zu fragen. Was soll das sein, sowas gibt es nicht! Auf die Beschreibung folgte die Belehrung: Das ist ein Schreinerwinkel, aber sowas gibt es nicht in Edelstahl. Der Verkäufer amüsierte sich nun zusammen mit einem anderen Kunden über meine Frau, weil sie etwas bei ihm kaufen wollte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte ich mit einer entsprechenden Bemerkung den Saftladen verlassen, aber meine Frau wollte mir eben doch etwas schenken und blieb dran. Einen Winkel mit Stahlblatt und massivem Aluheft hatte man da und den kaufte sie dann auch. Da ich schon öfters solche Winkel in der gewünschten Ausführung gesehen hatte, freute ich mich zwar über das Geschenk, schritt aber sofort zur Reklamation - jedoch nicht ohne vorher beim gleichen Hersteller die genaue Typbezeichnung für den Winkel mit Edelstahlblatt herauszusuchen. Der nette Herr von Werkzeug Löber - übrigens der gleiche, der meine Frau schon "weggeputzt" hatte, verkündete auch mir sofort und eindringlich, sowas gäbe es gar nicht, was das denn kosten solle. Auf die vorgelegte Artikelnummer und den auf Anhieb im Katalog gefundenen Winkel mit nur 50 Cent höherem Preis reagierte er mit allerlei dummen Ausreden, liess sich aber dennoch herab, den Winkel zurückzunehmen, den Kaufpreis als Anzahlung und die Bestellung des gewünschten Winkels aufzunehmen. Allerdings würde das eine ganze Zeit dauern, da man mit dem Hersteller wenig umsetzte und sich eine Bestellung nur wegen des WInkels nicht rechne. Na gut denn. Nur drei Tage später kam der Anruf von Werkzeug Löber, der bestellte Winkel sei abholbar. Anfänglicher Freude wich beim Abholen aber derbe Enttäuschung: Der Winkel hatte nun zwar ein Edelstahlblatt, aber er war von einem anderen Hersteller, hatte ein hölzernes Heft und kostete knapp das doppelte wie der bestellte Winkel. Den Schwall aus dummen Lügen zur angeblich besseren witterungsbeständigkeit des Holzheftes gegenüber einem Aluminium-Heft und sonstigen Vorteilsbekundungen schnitt ich durch Bezahlung des Restbetrages und Verlassen des Ladens Werkzeug Löber kurzerhand ab. Wer so mit seinen Kunden umgeht, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er bald bei der Agentur für Arbeit selbst dumme Ausreden anhören muss. Mit diesem Geschäft hatte ich ja schon mal einige merkwürdige Überheblichkeitsanwandlungen erlebt, aber dies war nun wirklich die Krönung. Schlimmer hätte es nicht kommen können: Drei mal (!) zum Geschäft gefahren, den doppelten Preis bezahlt und doch nicht das gewünschte Produkt erhalten. Das nächste Werkzeug werde ich dann doch im Versand oder über ebay kaufen - da erhält man in der Regel wenigstens etwas sehr ähnliches und zu einem vorher bekannten Preis ohne sich im Werkzeugfachgeschäft von alternden Snobs veräppeln lassen zu müssen.
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Kommentare
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Mon, 09.11.2009 00:42
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Sun, 05.07.2009 02:29
Ansichtsache - ich würde sagen
durch unseren rücksichtslosen
Raubbau an der Natur hat die
Lebenshaltung gerade mal [...]
Chris zu Zugige Fenster sind kein Mangel
Sat, 04.07.2009 15:21
Ganz im Gegenteil, viele
Wohnungen werden erst durch
die Zwangsbelüftung alter
Fenster bewohnbar und
Schimmelfrei [...]